Basilikum aus Samen anbauen: Wann pflanzen, beste Sorten & Pflege

Blumengarten Von Blumengarten Aktualisiert
Basilikum aus Samen anbauen: Wann pflanzen, beste Sorten & Pflege

Basilikum aus Samen anbauen: Wann pflanzen, beste Sorten & Pflege

Intro für Basilikum-Anzucht

Basilikum (Ocimum basilicum) gehört zu den beliebtesten Küchenkräutern und lässt sich besonders gut aus Samen selbst ziehen. Die aromatischen Blätter bereichern nicht nur mediterrane Gerichte, sondern wirken auch verdauungsfördernd und antibakteriell. Die Anzucht aus Samen ermöglicht dabei die Auswahl aus einer Vielzahl spannender Sorten – von klassischem Genoveser bis hin zu thailändischem Basilikum.

Als wärmeliebendes Kraut gedeiht Basilikum in den DACH-Ländern besonders gut in geschützten Lagen, auf Balkonen oder in Gewächshäusern. Die Aussaat erfolgt entweder ab Februar/März auf der Fensterbank oder ab Mai direkt ins Freiland. Mit der richtigen Pflege liefert selbst gezogenes Basilikum von Mai bis Oktober frische Blätter.

Wann pflanzen

Voranzucht

Die Voranzucht beginnt idealerweise 6-8 Wochen vor dem geplanten Auspflanzen. In Mitteleuropa bedeutet das einen Start zwischen Februar und März. Die Samen benötigen zur Keimung konstante Temperaturen von 20-25°C und keimen bei optimalen Bedingungen innerhalb von 5-10 Tagen.

Direktsaat

Die Direktsaat ins Freiland ist ab Mitte Mai möglich, wenn die Nachttemperaturen dauerhaft über 12°C liegen und keine Spätfröste mehr drohen. Der Boden sollte sich auf mindestens 15°C erwärmt haben. In kühleren Regionen empfiehlt sich grundsätzlich die Voranzucht, um die kurze Vegetationsperiode optimal zu nutzen.

Beste Zeit zum Pflanzen

wie man basilikum aus samen anbaut

Das optimale Pflanzfenster für vorgezogene Basilikum-Jungpflanzen liegt zwischen Mitte Mai und Ende Juni. In dieser Zeit sind die Temperaturen ideal für ein schnelles Anwachsen, und die Pflanzen haben ausreichend Zeit, sich vor der Haupterntezeit zu etablieren.

Die Direktsaat kann in warmen Regionen bis Mitte Juli erfolgen. Spätere Aussaaten entwickeln sich aufgrund der abnehmenden Tageslänge und sinkender Temperaturen oft nicht mehr optimal. In Gebieten mit langen, milden Herbsten ist eine zweite Aussaat Anfang Juli für eine Herbsternte möglich.

Beste Basilikum-Sorten für DACH

Die Sortenauswahl sollte sich nach dem geplanten Verwendungszweck und den lokalen Klimabedingungen richten. Besonders bewährt haben sich robuste Sorten mit kompaktem Wuchs und guter Schossresistenz.

  • Genoveser – Klassische Sorte mit großen, aromatischen Blättern; sehr ertragreich und ideal für Pesto
  • Piccolino – Kompakte Balkonsorte, sehr schossfest, perfekt für Töpfe
  • Siam Queen – Thailändisches Basilikum mit intensivem Anisaroma, hitzetolerant
  • Rosso – Rotlaubige Sorte mit dekorativem Wert, würziger als grüne Sorten
  • Finissimo Verde – Kleinblättrig, buschig wachsend, ideal für Topfkultur
  • Greco a Palla – Kugelförmiger Wuchs, sehr kompakt, excellent für Balkonkästen

Wie man Basilikum pflanzt

Standort & Boden

Basilikum bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit mindestens 6 Stunden direkter Sonneneinstrahlung. Der Boden sollte humos, durchlässig und nährstoffreich sein, mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5. Für Topfkultur eignet sich spezielle Kräutererde, gemischt mit 20% Sand für bessere Drainage.

Abstand & Tiefe

Die Saattiefe beträgt 0,5-1 cm. Bei der Direktsaat werden die Samen im Abstand von 20-25 cm in Reihen ausgebracht, der Reihenabstand sollte 30 cm betragen. In Töpfen genügen 15 cm Abstand zwischen den Pflanzen. Töpfe sollten mindestens 15 cm tief sein und Drainage-Löcher aufweisen.

Angießen

Nach der Aussaat wird der Boden vorsichtig angegossen und gleichmäßig feucht gehalten. Die Wassertemperatur sollte Zimmertemperatur haben, um Keimschock zu vermeiden. In der Keimphase eignet sich Gießen von unten oder feines Sprühen, um die Samen nicht freizuspülen.

Wie man Basilikum anbaut

Bewässerung

Basilikum benötigt regelmäßige, aber maßvolle Bewässerung. Pro Woche sind je nach Witterung 1-2 Liter pro Pflanze im Freiland nötig. In Töpfen wird gegossen, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist – meist alle 2-3 Tage. Staunässe unbedingt vermeiden.

Düngung

Alle 3-4 Wochen wird mit organischem Kräuterdünger oder verdünntem Brennnesselsud gedüngt. Der Nährstoffbedarf ist moderat: 2-3 g Stickstoff pro m² und Monat reichen aus. Topfpflanzen erhalten alle 14 Tage eine schwache Düngerlösung.

Pflege & Bewässerung

Regelmäßiges Ausgeizen der Blütentriebe fördert die Blattbildung. Die Pflanzen werden bodennah gegossen, Blätter sollten trocken bleiben. Bei Hitze hilft eine Mulchschicht aus Grasschnitt oder Stroh (2-3 cm), um die Feuchtigkeit im Boden zu halten.

Eine häufige Ernte der Triebspitzen regt das buschige Wachstum an. Dabei nie mehr als ein Drittel der Pflanze auf einmal ernten. Gelbliche Blätter sind oft ein Zeichen von Überwässerung oder Nährstoffmangel und sollten entfernt werden.

[Fortsetzung folgt aufgrund der Zeichenbegrenzung…]