Minze im Gartenbeet anbauen: Wann pflanzen, beste Sorten & Pflege
Intro für Minzanbau
Minze (Mentha) gehört zu den dankbarsten Kräutern im Garten, erfordert aber durchdachte Planung, da sie sich durch unterirdische Ausläufer stark ausbreitet. Die aromatischen Blätter bereichern Tees, Cocktails, Desserts und mediterrane Gerichte. Besonders die Pfefferminze und Grüne Minze sind in unseren Breiten robust und winterhart bis -20°C.
Im DACH-Raum gedeiht Minze sowohl in sonnigen als auch halbschattigen Lagen. Sie bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Böden und wächst bei Temperaturen zwischen 15-25°C optimal. Durch ihre Wuchskraft eignet sie sich hervorragend für Beeteinfassungen oder als Bodendecker, sollte aber durch Rhizombarrieren begrenzt werden.
Wann pflanzen
Die beste Pflanzzeit für Minze liegt zwischen März und September. Der Boden sollte sich auf mindestens 10°C erwärmt haben, ideal sind 15-18°C. In kälteren Regionen empfiehlt sich eine Vorkultur ab Februar bei 20°C Raumtemperatur.
Voranzucht und Direktpflanzung
Für die Voranzucht werden Stecklinge oder Samen 6-8 Wochen vor dem geplanten Auspflanzen ausgesät. Die Jungpflanzen können nach den letzten Frösten, meist ab Mitte Mai, ins Freiland. Eine Direktsaat ist ab April möglich, führt aber oft zu verzögerter Entwicklung.
Beste Zeit zum Pflanzen

In milden Lagen können vorkultivierte Minzpflanzen bereits ab Ende März gesetzt werden. Die optimale Pflanzzeit erstreckt sich von Mitte April bis Ende August, wobei Frühjahrspflanzungen den Vorteil haben, dass sich die Pflanzen vor dem Winter gut etablieren können.
Für Herbstpflanzungen sollte ein Zeitfenster von mindestens 6 Wochen vor dem ersten Frost eingeplant werden. In Höhenlagen über 800m verkürzt sich die Pflanzperiode auf Mai bis Juli. Bei Sommerpflanzungen ist in den ersten Wochen regelmäßige Bewässerung essentiell.
Beste Minzsorten für DACH
Die Sortenwahl richtet sich nach Verwendungszweck und Standortbedingungen. Besonders bewährt haben sich robuste Sorten mit ausgeprägtem Aroma.
- Pfefferminze ‘Mitcham’: Klassische, winterharte Sorte mit intensivem Mentholgehalt, ideal für Tees
- Grüne Minze ‘Moroccan’: Besonders hitzetolerant, würzig-frisch, perfekt für Cocktails
- Apfelminze: Mild-fruchtig, kompakter Wuchs, gut für Topfkultur
- Schweizer Minze: Robust, winterhart, stark wüchsig, hervorragend für Beeteinfassungen
- Englische Minze: Klassisches Aroma, schossfest, ideal für Küchenkräuter
- Schokominze: Kompakter Wuchs, schokoladiger Duft, geeignet für Kübel
Wie man Minze pflanzt
Standort und Boden
Minze gedeiht in sonniger bis halbschattiger Lage. Der Boden sollte humusreich, lehmig und gut durchlässig sein, mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5. Eine 30 cm tiefe Rhizomsperre aus stabilem Kunststoff verhindert unkontrollierte Ausbreitung.
Pflanzabstand und Tiefe
Setzen Sie die Pflanzen 30-40 cm voneinander entfernt. Die Pflanztiefe beträgt 8-10 cm, wobei der Wurzelballen vollständig mit Erde bedeckt sein muss. Pro Quadratmeter werden 6-8 Pflanzen benötigt.
Pflanzvorgang
Lockern Sie den Boden 20-30 cm tief und arbeiten Sie pro m² 3-4 L reifen Kompost ein. Wässern Sie die Pflanzstellen vor dem Setzen gut durch. Nach dem Einpflanzen mit 5-10 L Wasser pro m² angießen und eine 3-5 cm starke Mulchschicht aufbringen.
Wie man Minze anbaut
Bewässerung
Minze benötigt regelmäßige Bewässerung mit 15-20 L/m² pro Woche, aufgeteilt auf 2-3 Gaben. Der Boden sollte stets gleichmäßig feucht, aber nicht staunass sein. Morgens gießen reduziert Pilzbefall.
Düngung
Ab dem zweiten Standjahr im Frühjahr 30-40 g/m² organischen Volldünger einarbeiten. Nach starken Rückschnitten eine Nachdüngung mit 20 g/m² Hornspänen. Überdüngung vermeiden, da dies das Aroma mindert.
Schnitt und Pflege
Regelmäßiger Rückschnitt fördert buschigen Wuchs. Haupttriebe auf 15-20 cm kürzen, sobald sie 30 cm erreicht haben. Verblühte Stände entfernen. Im Herbst bodennah zurückschneiden und mit Laub mulchen.
[Fortsetzung folgt aufgrund der Zeichenbegrenzung…]

