Schnittlauch im Gartenbeet anbauen: Wann pflanzen, beste Sorten & Pflege
Intro für Schnittlauch im Gartenbeet
Schnittlauch (Allium schoenoprasum) gehört zu den dankbarsten und vielseitigsten Küchenkräutern im Hausgarten. Die robusten, mehrjährigen Pflanzen bilden dichte Horste aus röhrenförmigen, aromatischen Blättern und erreichen Höhen von 20-30 cm. Mit seinem charakteristisch milden Zwiebelgeschmack bereichert Schnittlauch zahlreiche Gerichte und lässt sich problemlos auch auf kleinstem Raum kultivieren.
Im DACH-Raum gedeiht Schnittlauch besonders gut, da er winterhart ist und moderate Temperaturen bevorzugt. Die Pflanze wächst sowohl in vollsonnigen als auch halbschattigen Lagen und stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden. Selbst Anfänger können mit wenig Aufwand über viele Jahre hinweg regelmäßig ernten.
Wann pflanzen
Aussaat im Freiland
Die Direktsaat ins Freiland erfolgt idealerweise von März bis Mai, sobald der Boden sich auf mindestens 10°C erwärmt hat. In milderen Regionen ist auch eine Herbstaussaat im September möglich, wodurch die Pflanzen bereits im zeitigen Frühjahr austreiben.
Vorkultur und Pflanzung
Für einen frühen Start empfiehlt sich die Vorkultur ab Februar bei 18-20°C. Die Jungpflanzen können nach 6-8 Wochen und den letzten Nachtfrösten ins Freiland umziehen. Bewährte Pflanztermine liegen zwischen April und Juni, etablierte Horste lassen sich auch im zeitigen Herbst noch teilen und neu einpflanzen.
Beste Zeit zum Pflanzen

Die optimale Pflanzzeit variiert je nach Klimazone. In kühleren Regionen (z.B. Voralpenlage) sollte man den Hauptpflanztermin auf Mai verschieben, während in warmen Weinbaugebieten bereits ab Mitte März gepflanzt werden kann. Entscheidend ist eine Bodentemperatur von mindestens 10°C in 5 cm Tiefe.
Für die Herbstpflanzung eignet sich der September am besten, da die Wurzeln vor dem Winter noch gut einwachsen können. Die Tageslänge spielt für das Anwachsen eine untergeordnete Rolle, wichtiger ist ausreichende Bodenfeuchtigkeit.
Beste Schnittlauch-Sorten für DACH
Die Sortenwahl richtet sich nach Verwendungszweck und Standort. Klassische Sorten überzeugen durch Robustheit und verlässlichen Ertrag, während neue Züchtungen spezielle Eigenschaften wie besondere Frosttoleranz oder kompakten Wuchs bieten.
- ‘Staro’: Robuste Standardsorte mit kräftigem Aroma, sehr winterhart und ertragreich
- ‘Polyvert’: Feinlaubig, ideal für Balkon und Topfkultur, schosst spät
- ‘Twiggy’: Kompakt wachsend, dunkelgrüne Röhren, perfekt für kleine Beete
- ‘Forescate’: Besonders dickröhrig, intensives Aroma, gut für Tiefkühlkonservierung
- ‘Grofina’: Frühtreibend, schnell regenerierend nach Schnitt, robust gegen Krankheiten
- ‘Nelly’: Mittelgrob, aufrecht wachsend, sehr winterhart bis -25°C
Wie man Schnittlauch pflanzt
Standort & Boden
Schnittlauch gedeiht am besten in durchlässigem, humusreichem Boden mit pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein, wobei leichte Beschattung in heißen Regionen von Vorteil ist.
Abstand & Tiefe
Einzelpflanzen benötigen 20-25 cm Abstand zueinander. Die Pflanztiefe beträgt 2-3 cm, wobei der Wurzelhals leicht mit Erde bedeckt sein sollte. Bei Aussaat werden die Samen 1-2 cm tief in Reihen mit 25-30 cm Abstand gelegt.
Pflanzung & Angießen
Vor dem Pflanzen den Boden 20 cm tief lockern und mit reifem Kompost anreichern. Jungpflanzen kräftig angießen (1-2 L pro Pflanze) und in den ersten Wochen gleichmäßig feucht halten. Eine Mulchschicht aus Grasschnitt oder Stroh (2-3 cm) schützt vor Austrocknung.
Wie man Schnittlauch anbaut
Bewässerung
Schnittlauch braucht regelmäßige, aber moderate Bewässerung. Pro Woche sind je nach Witterung 10-15 L/m² ausreichend. Der Boden sollte stets leicht feucht, aber nie staunass sein.
Düngung
Im Frühjahr eine Grunddüngung mit 30-40 g/m² organischem Volldünger einarbeiten. Nach starken Ernten alle 4-6 Wochen mit verdünnter Brennnesseljauche (1:10) nachdüngen. Im Spätsommer die Düngung einstellen.
Pflege & Schnitt
Regelmäßiger Schnitt fördert die Neubildung von Blättern. Dabei die Röhren 3-5 cm über dem Boden abschneiden. Verblühte Blütenstände entfernen, um die Kraft in die Blattbildung zu lenken.
[Fortsetzung folgt aufgrund der Zeichenbegrenzung…]

